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Rauchmelder und Feuerlöscher – Das Wichtigste zum Brandschutz

Sie planen Ihr Gebäude und befassen sich aktuell mit dem Thema Brandschutz? Dann benötigen Sie einige Informationen über Rauchmelder, Hitzemelder und Feuerlöscher. Die Sicherheitsvorschriften unterscheiden sich stark, je nach Gebäudetyp und Bundesland. Wir haben Ihnen in diesem Artikel die wichtigsten Fakten zum Thema Sicherheit und Brandschutz zusammengefasst.

Rauchmelder sind in vielen Bundesländern Pflicht und geben bei Rauchentwicklung ein akustisches Signal ab.

Wie Rauchmelder Leben retten

Haus steht in Flammen
Brände kosten jährlich viele Menschen das Leben. ©️ stock.adobe / #1090299 / rmwood1

Jährlich sterben viele hundert Menschen in Deutschland an den Folgen einer Rauchgasvergiftung. Bei einer Rauchgaskonzentration von 10 % erstickt der Mensch bereits innerhalb einer Minute. Häufig passieren die Brände zudem nachts, während die Menschen schlafen und den Geruch nicht wahrnehmen. Diese Tatsache nahmen die meisten Bundesländer zum Anlass und beschlossen eine Pflicht für Rauchmelder, um genau das zu verhindern. Die Pflicht zum Einbau von Rauchmeldern und Rauchwarnmeldern in Neu- und Bestandsbauten besteht in fast allen Ländern. Ausnahmen gelten lediglich in Berlin, Brandenburg und Sachsen.

Rauchmelder erfüllen eine einfache Aufgabe: Sie erkennen einen Brand anhand des Rauchs. Anschließend warnt der Melder mit einem akustischen Signal. Dieses reißt Menschen bei einem Brand aus dem Schlaf, damit sie sich in Sicherheit bringen können. Es gibt auch Brandmelder, die direkt mit der Rettungsleitstelle vernetzt werden und automatisch einen Notruf absetzen. In privaten Gebäuden müssen die Melder meist in Schlafbereichen und auf den zugehörigen Fluchtwegen angebracht werden. Für gewerblich genutzte Räume gelten unterschiedliche Vorschriften, je nach Größe des Gebäudes und Branche.

Es gilt generell: Rauchmelder ist nicht gleich Rauchmelder. In Deutschland müssen Rauchmelder nach der DIN EN 14604 geprüft und zugelassen werden. Außerdem müssen Sie das VdS-Prüfzeichen (Vertrauen durch Sicherheit) tragen. Verwenden Sie aus Sicherheitsgründen nur Rauchmelder und Rauchwarnmelder, die über beide Zertifizierungen verfügen.

TIPP: Zwar ist der Eigentümer verantwortlich für die Installation von Rauchmeldern, es gibt aber keine Pflicht, die Installation durch einen Fachbetrieb vornehmen zu lassen. Menschen mit handwerklichen Kenntnissen können die Installation der Rauchmelder selbst übernehmen und Geld sparen. Die Vorschriften zur Installation unterscheiden sich jedoch in den Ländern. Bringen Sie vorher die für Ihr Gebäude geltenden Details in Erfahrung!

Was unterscheidet Rauchmelder, Rauchwarnmelder und Hitzemelder?

Rauchwarnmelder sind die einfachste Ausführung des Brandmelders. Sie warnen die Personen in der Umgebung durch einen akustischen Warnton. Es ist möglich, mehrere Geräte zu vernetzen, sodass beim Auslösen eines Warnmelders alle Geräte im Haus Alarm schlagen. Die Stromversorgung funktioniert in der Regel über eine Batterie. Die Erkennung funktioniert meist optisch: Im Melder wird ein Lichtstrahl erzeugt, der saubere Luft durchdringt, jedoch von verrauchter Luft reflektiert wird. Rauchwarnmelder sind für bestimmte Räume privater Gebäude vorgeschrieben und für die meisten Bereiche auch geeignet. In Räumen mit Staub- oder Dampfentwicklung (z. B. Küche, Garage) kann es allerdings zu Fehlalarmen kommen. Hier werden stattdessen Hitzemelder eingesetzt.

Rauchmelder unterscheiden sich von der grundlegenden Funktionsweise nicht von den Rauchwarnmeldern. Sie nutzen auch meist ein optisches System zum Erkennen von Rauch und werden meistens von einer Batterie versorgt. Der große Unterschied ist die Art der Meldung. Während der Rauchwarnmelder nur ein akustisches Signal abgibt, ist der Rauchmelder vernetzt. Er gibt eine Meldung an die interne Brandmeldeanlage (BMA) und die Rettungsleitstelle weiter. Der Melder selbst verfügt meist über kein Warnsignal, da dieses zentral von Brandmeldeanlage ausgegeben wird. Rauchmelder sind in öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Kliniken, Produktionshallen und Bahnhöfen vorgeschrieben.

Hitzemeldern liegt eine komplett andere Funktionsweise zugrunde. Sie messen die Temperatur im Raum und vergleichen die Temperatur und Temperaturentwicklung mit eingestellten Sollwerten. Bei einer Überschreitung der Sollwerte löst der Melder aus. Hitzemelder kommen beispielsweise in Großküchen zum Einsatz, da Rauchmelder bei Kochprozessen mit Dampfentwicklung regelmäßig auslösen würden. Eine Pflicht für Hitzemelder in privaten Wohnungen besteht nicht.

WICHTIG: Da die größte Gefahr vom Rauch und nicht von der Hitze ausgeht, sollten Hitzemelder nur eingesetzt werden, wenn Rauchmelder weniger geeignet sind, wie z. B. im Bad oder der Küche.

Benötigt jedes Haus einen Feuerlöscher?

Paar, das Feuerlöscher im Baumarkt vergleicht
Auch wenn ein Feuerlöscher nicht für alle Gebäude verpflichtend ist, lohnt sich die Anschaffung, um Brände noch in der Entstehungsphase zu löschen. ©️ stock.adobe / #130120684 / auremar

Es gibt keine generelle Pflicht zur Ausrüstung von privaten Gebäuden mit Feuerlöschern. Früher mussten Gebäude mit Heizöl- oder Gastank mit tragbaren Feuerlöschern ausgestattet sein. Diese Pflicht ist seit etlichen Jahren entfallen. Davon unberührt können besondere Umstände des Gebäudes eine Feuerlöscherpflicht mit sich bringen. Diese wird dann von der zuständigen Behörde verhängt. In diesem Fall gelten die gleichen Richtlinien wie für gewerbliche Feuerlöscher.

Generell lohnt es sich, in jedem Haus mindestens einen Feuerlöscher einsatzbereit und griffbereit zu haben. Das senkt die Gefahr schwerwiegender Brandfolgen, da sich viele Brände in der Entstehungsphase mit tragbaren Feuerlöschern vollständig löschen lassen, bevor es zu ernsthaften Schäden kommt. Viele Gebäudeversicherungen ersetzen außerdem nach einem Brandfall die Kosten für das Befüllen oder Wiederanschaffen des Feuerlöschers.

TIPP: Für die Küche eignet sich ein Feuerlöscher mit Brandklasse F für Öle und Fette. Einfach zu bedienen sind auch Feuerlöschsprays . Die löschen ebenfalls Brandklasse F und sind auch von Senioren zu bedienen, die keinen schweren Feuerlöscher heben können.

In gewerblich genutzten Räumen ist die Situation anders. Hier sind Feuerlöscher grundsätzlich verpflichtend, sobald der Betrieb mindestens einen Angestellten beschäftigt. Anhand der Brandgefahr und Größe einzelner Gebäudeabschnitte wird der Bedarf an Löscheinheiten ermittelt. Diese werden dann auf einen oder mehrere Feuerlöscher verteilt. Wichtig ist außerdem, dass es verschiedene Brandklassen gibt. Jeder Feuerlöscher ist für bestimmte Brandklassen geeignet, die auf dem Löscher vermerkt sind:

  • Brandklasse A: feste Stoffe
  • Brandklasse B: flüssige oder flüssig werdende Stoffe
  • Brandklasse C: gasförmige Stoffe
  • Brandklasse D: Metalle
  • Brandklasse F: Öle und Fette

WICHTIG: Achten Sie generell beim Kauf eines Feuerlöschers darauf, dass er nach DIN EN 3 zugelassen ist. Vergessen Sie auch nicht, dass alle zwei Jahre eine Prüfung durchgeführt werden sollte. Im gewerblichen Bereich ist diese Prüfung verpflichtend, genau wie die Anschaffung der Feuerlöscher. Nicht zugelassene oder nicht geprüfte Feuerlöscher werden bei einer Überprüfung als nicht vorhanden gezählt!

Löschdecke, Wasser, Schaum, Pulver – Welches Mittel ist das richtige?

Ein Feuerlöscher an der Wand montiert
Bei der Auswahl eines Feuerlöschers für das eigene Zuhause sollte auf Brandklasse und Löschmittel geachtet werden. ©️ stock.adobe / #61894823 / artefacti

Löschdecke

Die Löschdecke eignet sich zum Ersticken kleiner und lokaler Brände direkt nach deren Entstehung. Sie ersetzen keinen Feuerlöscher, können aber zusätzlich zum Löschen von Personenbränden positioniert werden. Löschdecken werden häufig in Küchen, Arbeitsräumen oder Werkstätten eingesetzt. Beim Einsatz einer Löschdecke ist immer zu beachten, dass die Person nah an den Brandherd herantreten muss. Wenn die Brandquelle nicht ersichtlich ist, sollte daher lieber zu einem Feuerlöscher gegriffen werden. Achten Sie bei der Anschaffung darauf, dass die Löschdecke nach EN 1869 geprüft wurde.

TIPP: Es wird mittlerweile davon abgeraten, Löschdecken bei Fettbränden zu verwenden. Hier sollte ein Feuerlöscher der Brandklasse F eingesetzt werden.

Wasserlöscher

Wasser ist als universales Löschmittel bekannt. Es senkt die Temperatur der Brandquelle und löscht dadurch das Feuer. Wasserlöscher sind zur Bekämpfung fester Brandquellen wie Holz, Textilien und Kunststoffe geeignet. Es gibt auch Wasserlöscher mit Zusätzen für den Einsatz bei Frost. Problematisch sind Wasserlöscher in der Nähe von elektrotechnischen Anlagen, da sie hier eine zusätzliche Gefährdung verursachen.

ACHTUNG: Flüssige Brennstoffe oder Fettbrände dürfen keinesfalls mit Wasser gelöscht werden! Hier entstehen durch Verdampfung explosive Stoffgemische, die das Leben der löschenden Personen gefährden.

Schaumlöscher

Feuerlöscher mit Schaum sind meist Wasserlöscher mit einem schaumbildenden Zusatzstoff. Löschschaum ist für feste Brennstoffe und brennende Flüssigkeiten geeignet. Ein weiterer Vorteil gegenüber Wasserlöschern ist, dass sich der Schaum nahezu rückstandslos von den meisten Oberflächen entfernen lässt. Schaumlöscher werden daher häufig im privaten Bereich eingesetzt: Der Schaum löscht effektiv die meisten Brandherde in Privathäusern und hinterlässt nur geringe Rückstände in der Umgebung.

Pulverlöscher

Feuerlöscher mit Pulver sind recht universal einsetzbar. Sie enthalten entweder Flammbrandpulver (Brandklassen B & C) oder Glutbrandpulver (Brandklassen A, B & C). Die Löschung erfolgt durch Kühlung und Ersticken. Pulverlöscher sind für viele Bereiche geeignet und können sogar in der Nähe von Elektroanlagen bis 1000 Volt genutzt werden. Sie verursachen aber eine starke Sichtbehinderung und eignen sich daher überwiegend für größere Räume mit wenigen Personen (z. B. Garage, Werkstatt). In Bereichen mit kleinen Räumen und viel Personenverkehr, wie Wohnungen und Büros, sind sie nur bedingt geeignet.

Hekatron weiß -Genius Plus X

Die Rauchwarnmelder Genius Plus X sind mit einer zusätzlichen Schnittstelle für Funkmodule Basis X/Pro X ausgestattet – zur drahtlosen Vernetzung mehrerer Rauchmelder Genius Plus X. Sie detektieren frühzeitig Rauch in Wohnungen und Gebäuden und dienen der frühzeitigen Warnung von Personen im Gefahrenfall, insbesondere auch im Schlaf. Rauchwarnmelder der Genius Familie gehören zu den ersten Meldern auf dem deutschen Markt, die das Q-Label tragen. Mehr erfahren

SEBSON Hitzemelder

Dieser Mini Hitzemelder dient zur Frühwarnung bei gefährlicher Hitzeentwicklung in Räumen bis zu 40qm. Sobald eine Umgebungstemperatur von mehr als 54°C erreicht wird, blinkt die LED und es ertönt ein lautes Alarmsignal. Ein Selbsttest (alle 32 Sekunden) zeigt, dass Sie weiterhin geschützt sind. Dieser macht sich durch ein kurzes Aufblinken der LED Leuchte bemerkbar. Mit der Test Taste können Sie auch jederzeit selbst einen Test durchführen. Mehr erfahren

F-Exx 8.0 F - Der Feuerlöscher für Küche und Zuhause

Speiseöl und -fett entzündet sich bei Erhitzung auf über 300°C selbst. Das Löschen mit Wasser führt zu Explosionen. Der F-Exx® 8.0 F ist mit seiner Löschleistung von 40 Liter speziell für das Löschen großer Fettbränden geeignet, da das eingesetzte Hochleistungs-Fettlöschmittel gefährliche Erstreaktionen verhindert. Zudem kann der F-Exx® 8.0 F auch bei entstehenden Brände von Feststoffen eingesetzt werden. Mehr erfahren